Wandbild in Casco Viejo
Live aus Panama · wächst weiter

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Drei Wochen zwischen Pazifik und Karibik — Altstadt, Vulkankrater, Hochland-Kaffee und ein Bungalow über dem Riff.

28. Juli – 16. August · Max & Charlotte
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Die Reise

Sieben Kapitel, fünf Regionen, ein Land.

Von der kolonialen Altstadt über einen bewohnten Vulkankrater und das Kaffeehochland bis zu den Inseln der Karibik. Wir sind gerade unterwegs — dieser Bericht wächst mit der Reise. Alle paar Tage kommt ein Kapitel dazu, samt Bildern und dem, was unterwegs hängengeblieben ist.

2 von 7 Kapiteln · zuletzt aktualisiert am 4. August 2026
19
Nächte
~1 400
km über Land
5
Regionen
2
Ozeane
Die Route

Einmal quer durch Panama

Legende
über Land
Inlandsflug
1
Die Skyline von Panama-Stadt über der Bucht
Panama-Stadt · Casco Viejo

Zwischen Ruinen und Wolkenkratzern

28. Juli – 1. August · vier Nächte

Panama-Stadt ist vermutlich die einzige Hauptstadt der Welt, in der die Ruinen einer 500 Jahre alten Stadt und eine Skyline aus Glastürmen im selben Blickfeld liegen. Dieser Kontrast prägt alles hier — und er war unser stärkster erster Eindruck.

Blick aus dem Turm von Panamá Viejo auf die Skyline
Beides in einem Bild: Fotografiert aus dem Turmfenster der alten Kathedrale — im Hintergrund die Hochhäuser von Punta Pacífica.

Die Geschichte lässt sich an zwei Orten ablesen. Panamá Viejo, 1519 gegründet, war die erste spanische Stadt am Pazifik und Umschlagplatz für das Gold aus Peru. 1671 brannte der Freibeuter Henry Morgan sie nieder. Zwei Jahre später bauten die Spanier zwei Kilometer westlich neu, auf einer besser zu verteidigenden Halbinsel: das heutige Casco Viejo, wo wir vier Nächte wohnten.

Das Gelände von Panamá Viejo ist riesig und gut aufgearbeitet — man kann sich die Stadt tatsächlich vorstellen. Wir sind den alten Turm hinaufgestiegen und haben dort oben Fledermäuse gefunden, überraschend große. Von den Mauern sieht man dann beides gleichzeitig: verwitterten Bruchstein im Vordergrund, die Hochhäuser von Punta Pacifica am Horizont.

Turm der Kathedrale von Panamá Viejo
Der Turm, auf dem wir standen.
Fledermaus im Turmgemäuer
Und die Mitbewohner darin — man sieht sie erst, wenn sich die Augen an das Dunkel gewöhnt haben.

Hier hat uns auch die tropische Hitze zum ersten Mal richtig erwischt. Nicht die Temperatur allein — es ist die Feuchtigkeit, die drückt. Nach dem Aufstieg waren wir deutlich fertiger, als der Weg es vermuten ließ. Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt.

Gut zu wissen
Warum die Stadt zweimal gebaut wurde

Panamá Viejo war ab 1519 der Umschlagplatz für das Silber und Gold, das aus Peru kam und von hier über den Isthmus zur Karibikküste gebracht wurde. Das machte die Stadt sagenhaft reich — und zum Ziel.

1671 zog der walisische Freibeuter Henry Morgan mit rund 1.400 Mann über den Isthmus. Die Stadt ging in Flammen auf; ob die Angreifer sie anzündeten oder die Verteidiger selbst, ist bis heute umstritten. Was blieb, waren die Ruinen, die man heute besichtigt.

Die Spanier bauten zwei Jahre später neu — diesmal auf einer Halbinsel mit Stadtmauer. Beide Orte, Panamá Viejo und Casco Viejo, gehören heute zum UNESCO-Welterbe.

Der Kanal

Die Miraflores-Schleusen sind der zugänglichste Punkt am Kanal. Vom Besucherzentrum aus steht man direkt über der Kammer — nah genug, dass die Anlage ihre Größe nicht mehr verstecken kann.

Frachter in der Schleusenkammer von Miraflores
Bei uns blieb die Kammer leer — was den Vorteil hat, dass man die Dimension sieht: 320 Meter lang, 33 Meter breit. Ein Panamax-Frachter lässt darin zu beiden Seiten kaum mehr als eine Handbreit und wird von Lokomotiven auf den seitlichen Schienen gezogen.

Was einen dort wirklich packt, ist die Ingenieursleistung — und was ihr vorausging. Schon 1698 versuchten Schotten, sich am Isthmus festzusetzen; das Unternehmen scheiterte so gründlich, dass es Schottland an den Rand des Ruins brachte. Die Spanier suchten jahrhundertelang nach einem Weg über die Landenge. Die Franzosen begannen 1881 mit dem Kanalbau und gaben nach acht Jahren und rund 22.000 Toten auf. Erst die USA brachten das Werk zwischen 1904 und 1914 zu Ende — und übergaben den Kanal 1999 an Panama.

Diese Nähe zu den Vereinigten Staaten prägt das Land bis heute. Man zahlt mit US-Dollar, man trifft überall Amerikaner, und man spürt eine Verbundenheit, die weit über Handelsbeziehungen hinausgeht.

Dass wir uns hier vom ersten Tag an zurechtgefunden haben, sagt allerdings mehr über uns als über Panama. Wer aus Europa kommt, erkennt vieles wieder — Zahlungsmittel, Infrastruktur, Serviceverständnis. Panama selbst ist vor allem eines: ein Durchgangsland. Die Landenge war immer wichtiger als das, was auf ihr liegt — erst für das Gold aus Peru, dann für die Eisenbahn, schließlich für den Kanal. Ausgerichtet ist das Land nicht über den Atlantik, sondern zwischen zwei Ozeanen und nach Norden.

Womit wir überhaupt nicht gerechnet hatten: ein vollausgestattetes IMAX-Kino mitten im Besucherzentrum. 45 Minuten Film, 3D, bester Sound — und man holt sich vorher Popcorn wie in einem normalen Kino. Die Produktion hält jeder großen Naturdokumentation stand. Unbedingt einplanen.

Eines sollte man wissen: Während unseres Besuchs fuhr kein einziges Schiff durch die Schleuse. Für uns war das nicht schlimm — die Anlage beeindruckt auch leer, und im Film sieht man die Durchfahrt ohnehin aus Perspektiven, die man von der Tribüne nie bekäme. Wer aber genau deswegen herkommt, sollte sich vorher über die Durchfahrtszeiten informieren.

IMAX-Kino im Besucherzentrum
Das IMAX — mit Popcorn, mitten in der Kanalanlage.
Karakara zwischen den Tischen
Draußen läuft ein Karakara zwischen den Tischen umher — der Vogel, der Panamas Wappen ziert, und er hat vor niemandem Respekt.
Zahlen zum Kanal
82 Kilometer, die die Welt verändert haben

Rund 14.000 Schiffe passieren den Kanal jedes Jahr. Ein einziger Schleusenvorgang verbraucht etwa 200 Millionen Liter Süßwasser — es kommt aus dem Gatúnsee und fließt anschließend ins Meer. Deshalb ist der Kanal in Dürrejahren unmittelbar bedroht.

Bis 2016 bestimmte der Kanal sogar den weltweiten Schiffbau: „Panamax" hieß die Größe, die gerade noch durch die Kammern passte. Seit der Erweiterung gibt es „Neopanamax" — und die alten Schleusen von Miraflores wirken daneben fast zierlich.

Nebenbei, im Grün vor dem Besucherzentrum: unser erster Kolibri. Ein Flimmern, drei Sekunden, weg. Die ersten von vielen.

Was uns überrascht hat

Dass man vom ersten Moment an merkt, in Lateinamerika zu sein — und zwar nicht nur wegen der Wärme. Es ist der entschleunigte Rhythmus, in dem hier Dinge geschehen. Und wie freundlich Menschen reagieren, wenn man selbst freundlich auftritt.

Was uns dabei besonders gefallen hat: Es ist eine andere Welt und eine andere Kultur — und trotzdem eine zutiefst christlich geprägte. Sonntags sind die Kirchen hier voll. Diese Kombination war uns von Anfang an sympathisch.

Kathedrale in Casco Viejo
Die Kathedrale von Casco Viejo.
Graffiti Con el corazón en la mano
„Con el corazón en la mano" — mit dem Herzen in der Hand. Trifft es ganz gut.

Am schönsten war es abends auf dem eigenen Zimmer: Die Sonne fällt hinter die Skyline, die Türme schalten nacheinander ihre Lichter an, und zwischen Altstadt und Hochhäusern liegt die Bucht. Für diesen Blick muss man nirgendwohin.

Sonnenuntergang über der Bucht von Panama
Der Blick aus unserem Zimmer. Über die Dächer der Altstadt und die Bucht auf die Hochhäuser — die Fläche dazwischen ist Wasser, das bei Ebbe zum Teil verschwindet.
Bilder aus Panama-Stadt
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Sonnenuntergang über der Bucht
Der Blick aus unserem Hotelzimmer, kurz vor Sonnenuntergang
Wir beide zum Sonnenuntergang
Erster Abend, und die Stadt hatte uns schon
Felsküste bei Ebbe
Bei Ebbe wird gesammelt, wo Stunden später Meer ist
Kirchturm in Casco Viejo
Kirchturm über den Dächern von Casco Viejo
Panamaische Flagge auf dem Ancón
Die Flagge auf dem Cerro Ancón — seit 1977 wieder panamaisch
Wolkenkratzer mit F&F Tower
Der gedrehte F&F Tower zwischen den Türmen
Skyline über dem Wasser
Die Skyline über der Bucht — vorne liegt der Meeresboden trocken
Casco Viejo vom Wasser aus
Casco Viejo vom Wasser aus
Leere Schleusenkammer in Miraflores
Die leere Kammer — 320 Meter lang, 33 Meter breit
Miraflores-Schleusen
Die Miraflores-Schleusen — 200 Millionen Liter pro Schleusung
Besucherzentrum Miraflores
Das Kontrollhaus zwischen den beiden Schleusenkammern
IMAX-Kino im Besucherzentrum
Das IMAX im Besucherzentrum — Kanalgeschichte mit Popcorn
Innenhof des Hotels
Der Innenhof unseres Hotels in der Altstadt
Plaza de Francia
Ein mächtiger Feigenbaum beschattet die Marktstände
Kunsthandwerksmarkt
Kunsthandwerksmarkt unter den Bäumen an der Promenade
Vor der Skyline
Von der Altstadtmauer über die Bucht
Großes Wandbild
Wandbild in Casco Viejo — die Farben dieser Seite kommen von hier
Wandbild Finca Del Mar
„Finca Del Mar" — bemalte Fassade in der Altstadt
Mit Hut in der Altstadtgasse
Noch mit dem ecuadorianischen Hut — das ändert sich in Kapitel 2
Porträt mit Hut
Der Hut, Fassung eins — noch aus Ecuador
Blick über die Dächer von Casco Viejo
Über den Dächern von Casco Viejo
Karakara am Kanal-Besucherzentrum
Ein Karakara spaziert zwischen den Tischen — Panamas Wappenvogel
Kathedrale in Casco Viejo
Die Kathedrale der neuen Altstadt am Abend
Ceviche
Ceviche — an der Küste die Selbstverständlichkeit schlechthin
Ganzer frittierter Fisch mit Beilagen
Ganzer frittierter Fisch mit Beilagen — so isst man hier mittags
Graffiti Con el corazón en la mano
„Con el corazón en la mano" — mit dem Herzen in der Hand
Turm der Kathedrale von Panamá Viejo
Der Kathedralturm — das Wahrzeichen der zerstörten Stadt
Blick aus dem Turm auf die Skyline
Aus dem Turm von 1519 auf die Türme von heute
Fledermaus im Turmgemäuer
Im Turm hängen sie direkt über einem
Zwei Fledermäuse an der Wand
Zwei von vielen — man merkt es erst, wenn sich die Augen gewöhnen
Ruinen von Panamá Viejo
Panamá Viejo — was Henry Morgan 1671 übrig ließ
Dose Panamá-Bier
Dazu gehört genau ein Getränk
Cocktail von oben
Abendprogramm in der Altstadt
Bemalte Wand eines Kakaoladens
Kakao ist hier kein Nebenprodukt, sondern Handwerk
Blick aus der Suite
Unser Zimmer in der Altstadt
2
Hängebrücke vor dem Wasserfall Chorro El Macho
El Valle de Antón · Vulkankrater

Leben im erloschenen Vulkan

1. – 3. August · zwei Nächte

Zwei Stunden westlich von Panama-Stadt führt die Straße bergauf, wird eng und kurvig, und die Luft wird spürbar kühler. Oben liegt El Valle de Antón — ein Dorf mitten im Krater eines erloschenen Vulkans. Der Kessel misst rund sechs Kilometer im Durchmesser und gehört zu den wenigen bewohnten Vulkankratern der Welt.

Die Strecke selbst ist kein Selbstläufer. Auf den Krater hinauf und wieder hinunter geht es in engen Serpentinen, und die Einheimischen sind das Fahren in den Bergen ganz anders gewohnt. Wer sich vorausschauend und eher zurückhaltend verhält, kommt gut durch — Spaß macht es sowieso. Aber es ist eine Strecke, die man nicht nebenbei fährt.

Die letzten Kilometer hinauf. Aufgenommen vom Beifahrersitz — eng, kurvig, und vor uns meistens ein Lastwagen. Genau so sieht die Anfahrt aus.
Gut zu wissen
Ein Dorf in einem Vulkan

El Valle liegt in der Caldera des Valle-de-Antón-Vulkans, die vor etwa 1,1 Millionen Jahren entstand, als der Gipfel bei einem gewaltigen Ausbruch in sich zusammenbrach. Der Kessel füllte sich anschließend mit Wasser — der Kratersee blieb rund eine halbe Million Jahre, bis der Rand an einer Stelle brach und der See auslief. Zurück blieb ein flacher, extrem fruchtbarer Talboden auf 600 Metern Höhe.

Genau das erklärt beides: warum hier überhaupt jemand wohnt — und warum es angenehm kühl ist. Bewohnte Vulkankrater dieser Größe gibt es weltweit nur eine Handvoll.

Das Wetter, über das alle reden

Wir sind mitten in der Regenzeit hier, und die ist deutlich freundlicher als ihr Ruf. Vormittags ist praktisch immer Sonne — stabil, um die 30 Grad. Nachmittags nieselt es dann ab und zu. Nicht das Unwetter, das man erwartet, eher eine kurze Unterbrechung. Regencapes hatten wir aus Deutschland dabei — gebraucht haben wir sie bis heute kein einziges Mal. Wenn es regnet, ist das hier eher angenehm als lästig.

Der Krater ist dabei die Ausnahme: Abends sind es hier oben 23 bis 24 Grad mit einer Brise. Max fand das sehr angenehm, Charlotte schon fast frisch. An der Küste sind es durchgehend gute 30 Grad, gerne auch mal 35.

Warum wir die India Dormida nicht gegangen sind

Die India Dormida — der Bergrücken, dessen Silhouette an eine schlafende Frau erinnert — ist die Wanderung von El Valle. Wir haben sie bewusst ausgelassen. Der Reiz der Tour ist der freie Blick von oben ins Tal, und in der Regenzeit war es schlicht zu bewölkt. Man steht dann nicht über dem Krater, sondern schaut in Wolken und ärgert sich, dass die Aussicht fehlt, für die man hochgelaufen ist.

Also die andere Richtung: hinein in den Wald.

Der Wasserfall Chorro El Macho
Chorro El Macho. In der Regenzeit führt er deutlich mehr Wasser als im Rest des Jahres — das ist der Ausgleich für die Wolken über den Bergen.

Der erste echte Regenwald

Der Weg zum Wasserfall Chorro El Macho ist kurz und gut befestigt — mit Geländern und genug Möglichkeiten, sich festzuhalten, denn rutschig wird es schon. Genau das macht ihn geeignet für alle, die noch nie in einem Regenwald waren. Man ist ein Stück weit geschützt und erlebt trotzdem zum ersten Mal echten Dschungel, echten Regenwald. Für uns war das der beeindruckendste Moment der Etappe.

Hängebrücke im Regenwald
Gut gesichert, mit Geländern — genau deshalb geht der Weg auch für Regenwald-Neulinge.
Blätterdach des Regenwaldes
Nach oben schauen lohnt sich: Das Dach schließt sich vollständig.

Der Fluss, der vom Wasserfall kommt, wird weiter unten aufgestaut. Dort kann man baden — in einem aufgestauten Fluss, mitten im Dschungel, im Vulkankrater, während es ab und zu leicht nieselt. Das Wasser ist sehr frisch, aber genau deshalb eine gute Abkühlung. Am Sonntag gegen halb elf war es dort schon voll, der Spot ist bekannt. Wir sind am Montagmorgen um halb neun wiedergekommen — und hatten ihn für uns allein. Unter einem Wasserfall im Dschungel allein zu baden, ist etwas Besonderes. Und wenn es dabei anfängt zu nieseln, wird es sogar ausgesprochen romantisch.

Panamas Wappentier
Der goldene Frosch, den es nicht mehr gibt

Der Goldfrosch (Atelopus zeteki) ist Panamas Nationalsymbol — er steht auf Lottoscheinen, Souvenirs und in jedem Hotel. In freier Wildbahn gilt er seit 2009 als ausgestorben; ein eingeschleppter Pilz, der Chytridpilz, hat die Bestände innerhalb weniger Jahre vernichtet. El Valle war einer seiner letzten Rückzugsorte.

Überlebt hat er nur in Zuchtstationen — eine davon liegt hier im Ort. Am 14. August ist offizieller Día Nacional de la Rana Dorada. Wir sind an dem Tag noch im Land.

Sonntagsmarkt, Kirche, Hut

El Valles Kunsthandwerksmarkt ist der bekannteste des Landes, und sonntags ist er am größten. Er ist beides gleichzeitig: touristisch, weil vieles für Besucher gemacht ist — und lokal, weil die Einheimischen selbst da sind. Sonntagvormittag ist die Kirche voll, danach gehen alle über den Markt und in die kleinen Restaurants ringsherum zum Mittagessen.

Was uns aufgefallen ist: Niemand bedrängt einen. Kein „kauf hier, kauf hier". Man wird freundlich gegrüßt, und wer etwas will, wird freundlich bedient — man merkt, dass sie sich freuen. Unangenehm, wie man es von Märkten anderswo auf der Welt kennt, war es hier an keiner Stelle.

Und hier haben wir den Hut gefunden. Für 75 Dollar — den echten panamaischen, den Sombrero Pintao. Die Wirkung ist erstaunlich: Einheimische, die ihn sehen, sind sichtlich entzückt, dass wir den richtigen tragen und nicht das ecuadorianische Modell. Kein Souvenir hat auf dieser Reise mehr Türen geöffnet.

Markthalle mit Hüten und Kunsthandwerk
In der Markthalle hängen sie reihenweise.
Im Hutgeschäft in El Valle
Und das ist der Moment, in dem der richtige gefunden war.
Obststand auf dem Markt in El Valle
Der lokale Teil des Marktes. Ananas, Mango, Papaya — und daneben Sorten, deren Namen wir bis heute nicht kennen.
Die Sache mit dem Hut
Der Panamahut kommt aus Ecuador

Der weltberühmte „Panama hat" wird seit jeher in Ecuador aus den Fasern der Toquilla-Palme geflochten. Den Namen bekam er nur, weil Panama im 19. Jahrhundert der Umschlagplatz war: Die Hüte gingen über den Isthmus in die Welt, und die Käufer benannten sie nach dem Hafen, nicht nach der Werkstatt. Endgültig festgeschrieben hat das Theodore Roosevelt, der sich 1906 auf der Kanalbaustelle mit einem solchen Hut fotografieren ließ. Die UNESCO führt das ecuadorianische Flechthandwerk seit 2012 als immaterielles Kulturerbe.

Panamas eigener Hut ist ein anderer: der Sombrero Pintao aus der Provinz Coclé, in der El Valle liegt. Er wird aus fünf verschiedenen Pflanzenfasern geflochten, die dunklen Ringe entstehen durch Färben mit Pflanzensud und Schlamm — nicht mit Farbe. Ein guter Hut braucht Wochen. Seit 2017 steht auch er auf der UNESCO-Liste. Dass Besucher den Unterschied kennen, kommt selten genug vor, dass es jedes Mal auffällt.

Wohnen zwischen Skulpturen

Unser Hotel, La Compañía del Valle, stand so in keinem Reiseführer. Skulpturen überall — nicht nur im Garten, sondern auf jedem Flur, an jeder Ecke ein Blickfang, auch einiges Komische dabei. Anfangs dachten wir, das könnte kitschig werden. Wurde es nicht; es war eigentlich sehr interessant.

Holzskulptur einer alten Frau
Manche Figuren schaut man länger an, als man vorhatte.
Krokodilskulptur auf einem Thron
Und dann steht da ein Krokodil auf einem Thron.

Fünf Sterne, keine Frage, aber ein anderer Typ Haus als das Sofitel in Panama-Stadt — eher ein Spa-Hotel als klassisch-edel. Der schönste Platz war die Bar: sitzen und auf die Bäume und die Berge des Kraterrands schauen.

Die Bar des Hotels mit Blick auf den Kraterrand
Die Hotelbar. Halb offen, halb überdacht — und dahinter steigt gleich der bewaldete Kraterrand auf. Hier saßen wir am liebsten.
Die Hotelanlage im Vulkankrater
Die Anlage liegt im Kessel. Was dahinter aufsteigt, ist der Kraterrand — meistens mit Wolken obendrauf.

Gegessen haben wir oben am Kraterrand, im Las Nubes. Riesige Fensterfronten, durch die man in den Krater hinunter auf das Dorf schaut. Dort sollte man unbedingt reservieren — wir waren kurz vor zwölf da, hatten unverschämtes Glück mit einem freien Tisch, und das Personal hat ihn extra noch schnell für uns fertig gemacht.

Restaurant Las Nubes am Kraterrand
Las Nubes — „Die Wolken". Durch die Fensterfront schaut man über den Krater. An manchen Nachmittagen macht der Name sich selbst wahr, dann zieht es von unten weiß herein. Die Schilder auf den Tischen sagen alles: reservado.
Bilder aus El Valle
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Straßenrestaurant an der Landstraße
Fonda am Straßenrand — hier isst das Land zu Mittag
Bergstraße nach El Valle
Die Straße hinauf in den Krater
Im Auto unterwegs
Die Etappen dazwischen gehören auch zur Reise
Am Steuer auf der Panamericana
Zwischen den Stationen wird gefahren — meistens selbst
Blick vom Balkon
Der Blick vom Zimmer in den Garten
Rumflasche mit Panamahut
Abuelo, der panamaische Rum — und der richtige Hut
Die Hotelanlage im Krater
Die Anlage liegt im Kessel — dahinter steigen die Kraterränder auf, meist in Wolken
Skulptur in der Hotelhalle
Kunst steht hier nicht in einer Ecke, sondern im Weg — im besten Sinn
Skulpturen im Garten
Der Garten ist selbst eine Ausstellung
Holzskulptur einer alten Frau
Anfangs dachten wir, das wird kitschig. Wurde es nicht.
Krokodilskulptur auf einem Thron
Und dann steht da ein Krokodil auf einem Thron
Die Bar des Hotels
Die Bar des Hotels — halb offen, mit dem Kraterrand dahinter
Restaurant Las Nubes
Las Nubes — reservierte Tische an der Fensterfront
Buntes Gemälde im Hotel
Die Farben, die überall in Panama auftauchen
Große Holzskulptur eines Gesichts
An jeder Ecke ein Blickfang
Weg durch den Dschungel
Der Pfad — schmal, aber befestigt und mit Geländern
Hängebrücke im Dschungel
Gut gesichert — deshalb geht der Weg auch für Regenwald-Neulinge
Bachbett im Regenwald
Der Fluss, der weiter unten aufgestaut wird
Blätterdach des Regenwaldes
Nach oben schauen — das Dach schließt sich
Fluss über Steine
Klares Wasser über schwarzem Vulkangestein
Wir beide vor dem Wasserfall
Der erste echte Regenwald für uns beide
Chorro El Macho
Chorro El Macho — in der Regenzeit auf voller Kraft
Der Wasserfall in ganzer Höhe
Von unten bis oben — gut 30 Meter durch den Regenwald
Vor dem Wasserfall
Am Fuß des Wasserfalls
Auf der Hängebrücke vor dem Wasserfall
Die Hängebrücke führt direkt vor dem Fall entlang
Ingwerblüten am Wegrand
Wilder Ingwer, direkt am Weg
Kirche in El Valle
Sonntagvormittag ist die Kirche voll — danach geht es auf den Markt
Im Hutgeschäft
Der Moment, in dem der richtige Hut gefunden war — 75 Dollar
Marktstand mit Textilien
Textilien und Kunsthandwerk zwischen den Ständen
Markthalle mit Kunsthandwerk
Die Markthalle — hier hängen die Hüte
Obststand auf dem Markt
Ananas, Mango, Papaya — der lokale Teil des Marktes
Straße in El Valle
Der Ort selbst: eine Hauptstraße, Berge ringsum
La Compañía del Valle
La Compañía del Valle — unser Haus im Krater
Wolken vor den Fenstern
Las Nubes am Kraterrand — der Name ist Programm
Auf der Hängebrücke
Unterwegs im Krater
Aufgestauter Fluss unter dem Wasserfall
Der Badeplatz — montags um halb neun für uns allein
Der aufgestaute Fluss
Hier wird der Fluss gestaut — mitten im Wald
Baden im aufgestauten Fluss
Sehr frisch. Und genau deshalb gut.
Noch unterwegs

Was als Nächstes kommt

3
Playa Blanca
3.–5. August
4
Boquete
5.–10. August
5
Bocas del Toro
10.–12. August
6
Panama-Stadt
12.–16. August
7
Die Wale
15. August
Fortsetzung folgt
Die Reise
läuft noch.
Schaut in ein paar Tagen wieder vorbei — dann steht hier das nächste Kapitel.

Max & Charlotte · Sommer 2026 🌴